So funktioniert die SAP Rechnungskontrolle
Der Ablauf besteht aus vier Schritten. Zuerst definieren Sie im Customizing, welche Fakturen kontrollpflichtig sind. Entsteht anschließend eine passende Rechnung, gilt sie als offen und bleibt automatisch gesperrt. Im dritten Schritt ruft die Fachabteilung den Arbeitsvorrat auf und sieht die Belege als PDF durch. Zum Schluss setzt sie geprüfte Rechnungen auf frei – die Nachrichtensteuerung übernimmt den Versand. Wer wann freigegeben hat, bleibt dabei nachvollziehbar dokumentiert.
Die Belege stammen dabei direkt aus dem SAP-Archiv: Über ArchiveLink greift das Cockpit auf die archivierten Rechnungs-PDFs zu. Berechtigungen prüft das System je Verkaufsorganisation.
Die Rechnungskontrolle auf einen Blick:
| Einsatzbereich |
Ausgangsrechnungen (SD-Fakturen) vor dem Versand |
| Anzeige |
PDF im SAP-Dokumentenviewer oder Acrobat Reader, auch Sammelanzeige |
| Status |
offen, gesperrt, freigegeben |
| Steuerung |
Verkaufsorganisation, Fakturaart, Wertgrenze, BAdI für eigene Logik |
| Systeme |
SAP S/4HANA, ab SAP ECC 6.0 |
| Plattform |
Bestandteil des MailCenters |

Praxisbeispiel Augustiner-Bräu: Sammelkontrolle am Bildschirm
Münchens älteste Brauerei verschickt Warenrechnungen als Tagesfaktura, im 10- bis 14-Tage-Takt oder monatlich. Früher wurde jeder Beleg gedruckt, einzeln kontrolliert, kuvertiert und frankiert. Heute läuft die Kontrolle digital.
Das Ergebnis: Rechnungen lassen sich standortunabhängig prüfen und freigeben, der Zustellzeitpunkt jedes Belegs ist dokumentiert. „Die Investitionskosten für die Software sind durch die wegfallenden Portogebühren bereits nach kurzer Zeit wieder eingespielt“, bilanziert Dominik Essig, stellvertretender IT-Leiter. Den kompletten Anwenderbericht lesen Sie in der Success Story Augustiner-Bräu.